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Corona Krise und Folgen

Corona und die Folgen - Gedanken zu Corona, Lock down, digitalem Handeln für Kinder und Jugendliche aus der Sicht einer Kulturschule - Beda-Institut Bitburg

Jahr 2021: Gedanken zu Corona, Lock down, digitalem Handeln für Kinder und Jugendliche aus der Sicht einer Kulturschule

Und wieder gingen die „Lichter“ aus, seit Weihnachten durften wir keine analogen Angebote mehr unterbreiten: Trotz Luftwäscher mit den empfohlenen Virenfiltern vom RKI, trotz großen Räumen, die Abstand halten garantieren und all den anderen Hygienemaßnahmen. So starteten wir wieder einmal den digitalen Unterricht. Da wir bereits seit dem ersten Lock down im Frühjahr das online Angebot beibehalten hatten, d.h. Kinder und Jugendliche konnten sich einloggen, wenn sie nicht vor Ort persönlich da sein konnten, ging der Wechsel dieses Mal ohne große Probleme.


Soweit zur Technik und dem nahtlosen Fortgang der Angebote.

Es zeigt zunehmend, dass die Kinder und Jugendlichen, wenn man die Jugendlichen erreicht, unter Ermüdungserscheinungen leiden. Das hatten wir ja bereits im Sommer kommuniziert. Jetzt habe ich mir die Sachlage näher betrachtet: Nach Rücksprache mit den Künstlern fehlt besonders den Kindern und auch den Jugendlichen eine digitale Plattform, auf der sie sich begegnen können als wären sie  vor Ort. Diesen Aspekt habe ich mit unserem Provider besprochen, der mich an die Telekom weiter geleitet hat.

IST: Und es ist wie immer: Man geht in erster Linie aus der Sicht der Erwachsenen an eine Herausforderung heran:

Der Lehrer steht in der leeren Klasse und auf jedem Tisch steht ein Mikro, welches zum jeweiligen Schüler gehört. Der Lehrer hat damit das Gefühl,  fast reell  seine Schüler vor Ort zu unterrichten. Die Schüler sind zu Hause und warten auf die Ansprache durch den Lehrer oder sie melden sich  im Chat zu Wort.

ZUKUNFT: Das ist nicht gelebte Partizipation und daraus folgende Interaktion, die wir in der Kulturellen Bildung verfolgen. Denn hier ist es gerade umgekehrt:  Die Teilnehmer setzen die Impulse, ihre Ideen und der Künstler/ Lehrer entwickelt dann eine gemeinsame Strategie/ Arbeit, die gemeinsam erfolgt. Folglich müsste der digitale Unterricht auf einer digitalen Plattform, wo sich die TN treffen, stattfinden und der Künstler käme dann dazu. Also dieser gemeinsame digitale Raum ist der Raum, wo sich die TN treffen wie in einem „richtigen“ Klassenzimmer, wo man miteinander interagiert. So könnten im Tanzraum Figuren geprobt werden, Theater gespielt, sogar „eingeschränkt“ musiziert und gesungen werden, ohne sich zu berühren,  aber trotz allem ein Gefühlt zu entwickeln, für die Zeit, wo analoges Treffen wieder möglich ist.

Für die bildenden Künstler wäre ein Whiteboard günstig, auf dem man mit den TN, die mit ihrem Tablet verbunden sind, schreiben, malen und zeichnen üben kann. Der Künstler kann am Whiteboard die Arbeiten verbessern und mit den TN gemeinsam malen und zeichnen, wie früher an der klassischen Tafel.

Ergänzt würden die Angebote  durch Breakout Rooms, in denen sich Gruppen, -  wie jetzt bereits bei Zoom praktiziert-,  treffen und in Gruppenarbeiten die Aufgaben vertiefen. Dort kann der Künstler immer wieder hereinschauen und eventuell helfen.

So könnten vermehrt Impulse von den TN in gemeinsamen virtuellen Treffen innerhalb eines Raumes ohne Aufsicht zu gemeinsamen Handeln und Umsetzen anregen.  Bei Zoom oder auch anderen Anbietern wie Moodle wird die Partizipation eingeschränkt und die Interaktion zu sehr vom Leiter bestimmt. Mal sehen, ob die Telekom die oben beschriebene  Umsetzung technisch bewerkstelligen kann.

ABER: Bei aller Akzeptanz für die neuen technischen Möglichkeiten, möchte ich heute davor warnen, diese Formate als Ersatz für  kulturelle analoge Vermittlung von Kultur zu sehen. Sie sollte eine Ausnahme bleiben oder eine Ergänzung darstellen. Ein Ersatz für eine persönliche Vermittlung mit Interaktion und Partizipation ist sie nicht. Wenn erst alle Menschen digital vernetzt sind, besteht die Gefahr, dass man allein schon aus Bequemlichkeit nicht mehr das Haus verlässt oder aus Angst, die die Corona Krise ebenfalls erzeugt hat, um sich zu gemeinsamen Aktionen zu treffen. Man bleibt lieber zu Hause und kann sich digital beteiligen oder eben auch nicht. Etwas wirklich „Anderes“ entsteht nicht.

Das größte Problem besteht in der jetzigen Isoliertheit der Kinder und Jugendlichen. Sie haben sich bereits vor der Krise in isolierten Räumen befunden. Bei den Kindern weniger, vielmehr beobachtet man es schon länger bei den Jugendlichen. Die Angst, etwas zu versäumen, was einen an seinem schulischen Weiterkommen und damit der „Karriere“ hindern könnte, ist teilweise so groß, dass Jugendliche sich nicht mehr treffen oder nur unverbindlich zusammenkommen. Der Argwohn, der andere könnte einen Vorteil haben, wenn man sich zu sehr empathisch auf Gegebenheiten einlässt, verhindert zusätzlich gelebtes soziales Verhalten. Jeder Schritt und jede Unternehmung dient dem persönlichen Fortkommen, die Gemeinschaft leidet darunter immer mehr. Es gibt Ausnahmen, aber die sind immer seltener an zu treffen.

In der Kulturschule beobachten wir seit Jahren ein zunehmendes Desinteresse an gemeinsamen Orchesterproben und gemeinsamen Singen. Wenn man nicht solistisch eingesetzt wird, kommt man nicht. Der Tanz und das Theater sind davon weniger betroffen, aber auch dort werden erste Tendenzen  gerade nach einem Lock down erkennbar. In der Jugendkunstschule steht seit Jahren der Einzelne im Mittelpunkt. Trotz Gruppenunterricht sitzt jeder allein an seinem Tisch und „macht sein Ding“. Kulissen und Werke gemeinsam zu gestalten, wird immer seltener.

ERKENNTNIS: Aus diesen Erkenntnissen heraus sollte man auf digitale Angebote nur dann zurückgreifen, wenn es ohne diese nicht anders möglich ist. Wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen nicht persönlich ansprechen und sie ermuntern,  Miteinander und füreinander da zu sein, gemeinsame Aufgaben wahr zu nehmen und ihnen nicht vorleben, wie wichtig das zwischenmenschliche Miteinander für uns als soziale Wesen ist, werden wir die junge Generation an eine digitale und virtuelle Welt übergeben. Ob diese dann in der Lage ist, die  Aufgabe zur Bewältigung der Corona Krise zu meistern, wird sich zeigen. Auf jeden Fall wird es immer schwerer, sich anderen zu zuwenden, wenn man über einen langen Zeitraum von persönlichen Treffen isoliert wurde.

FAZIT: Die Aufgabe einer Kulturschule bzw. die Aufgabe der Kulturellen Bildung muss sich in Zukunft um den Mensch als soziales Wesen kümmern. Angebote müssen das Vertrauen zueinander und miteinander verstärken helfen. Und es wird eine pädagogische Herausforderung an die Künstler sein, sich nicht im „Lehrermodus“ der allgemeinbildenden Schulen zu verhalten, sondern in einer auf Augenhöhe und Partnerschaft begründeten Arbeit. Der TN als Partner heißt, mit Respekt  eine gemeinsame Idee zu basteln, zu erarbeiten und umzusetzen. Das „Selbst“ weniger zu beachten, wird die eigentliche Herausforderung für jeden TN. Die Gemeinschaft wieder als wertvolles Gut zu entdecken, erfordert von allen Seiten Mut. Toleranz geht nur so

Ingeborg Trappe-Butzbach im März 2021

Stand 2020: Während der Sommerferien haben wir alles unternommen, um für unsere Kinder da zu sein, lesen Sie selbst:

Die ganzen Sommerferien waren geprägt durch Workshops und Nachholangebote für die TN. Dazu hatten wir Hygienekonzepte beim Ordnungsamt eingereicht. So sind, wie in den Kursangeboten,  die TN Zahlen für jeden Raum vorgeschrieben, also 6/7 TN pro Raum mit Zoom Meeting miteinander verbunden. Die Kurs- und Projektangebote dienten als zusätzliche präsente Angebote in Ergänzung für die digitalen Angebote ab April, um sicher zu stellen, dass wirklich alle TN erreicht wurden.

Wir haben mit den Ehrenamtlern Natalja Seibel, Jana Margaryan,  Nnennaya Okeke, Bernhard Schwan und Mara und den Künstlern  Dennis Weser, Andrea Crames, Christiane Hamann,  Christine Zeretzke und Anne Cheril als Dozenten Mitstreiter gewinnen können, die bereit waren unter den Corona Vorgaben, die Angebote für die Kinder durch zu führen.

Da wir das Land, die Geschichte und Natur als Förderaspekte in unserem Projekt beinhaltet haben, konnten wir im Außenbereich mit allen Kindern, also nicht getrennt, vieles unternehmen. Wir haben mit dem Nengshof, einem Erlebnisbauernhof, einen Kooperationspartner gefunden, wo sich  die TN gemeinsam treffen und  über Natur und Tiere Erfahrungen sammeln können. Im Sinne der Nachhaltigkeit lernten die TN sorgsam mit der Natur um zu gehen. Für Spaß und persönliche Selbstbestätigung sorgten die Reitausritte. Ein wirkliches Ergebnis für die Kinder, die sich hier völlig vergasen, ist, dass sie hier wieder ein Stück Normalität erfuhren. Man sah es den Augen der Kinder an. 

Jeder Tag begann mit gemeinsamen Singen, danach Tanz und Kunst wie malen, gestalten und basteln. Die Tanzangebote wurden von DanceAbility aus Trier mit Anne Cheril und Christiane Zeretzke bereichert. Zusammen mit Andrea Crames entstanden gemeinsame Choreographien, die auf Schloss Malberg und im Irsental  zur Aufführung kommen werden.

Bei den Ausflügen konnten die Kinder alle ihre Werke und Choreographien dann vor Ort umsetzen. Eine große Hilfe erfuhren wir von der Caritas. Nnennaya Okeke, Mara und Herr Schwan halfen als Busfahrer auch mit einem zusätzlichen Bus der Caritas aus, sodass wir in den Bussen auch den Sicherheitsabstand einhalten  und alle Kinder mitgenommen werden konnten. Dazu halfen sie bei den Spielen und machten „Party“ mit den Kindern.

In Prüm lernten die Kinder die Historie, auch bei einem Besuch der Basilika, kennen. Sie setzten die Geschichte von den Karolingern in einem selbst entworfenen Theaterstück um. Neben einer Rallye als „die Prümer Stadtmusikanten“ wurden auch Rasenspiele gespielt.

Ein weiterer Workshop Aspekt wurde mit dem Symposion Weißenseifen umgesetzt. Dort wurde in der Natur Kultur wie der Bau von Schmetterlingsflügeln  und Kostümen umgesetzt. Wir befanden uns in einem Camp, welches räumlich vom Symposion angegrenzt war, da die Künstler eine Durchmischung mit unseren Kindern nicht wollten. Ursprünglich war eine gemeinsame Arbeit vorgesehen, durch die Corona Auflagen aber nicht ohne weiteres möglich war. Die Kinder nahmen die Situation gut an. Anstatt Stein- oder Holzbearbeitung,  sammelten sie Naturmaterialien und gestalteten damit Hüte, Kostüme  und Schmuck. Daneben hatten wir Tücher und Verkleidungsmaterial mitgenommen, die die Kinder zum Theaterspiel nutzten. Sie spielten Geschichten und freuten sich an der Quelle mit dem Wasser von 8 Grad. Christiane Hamann vom Kulturwerk Weißenseifen erklärte den Kindern einen sanften Umgang mit dem Wasser und der Quelle. Kein Kind trübte das Wasser ein, es blieb klar, obwohl alle aus der Quelle Wasser schöpften.

Bei einem Ausflug auf Schloss Malberg am Ende der Ferien, wurde die Sage von Ritter Cuno im Schlosshof aufgeführt. Die Handlung und den Ablauf des Theaterstückes hatten die Kinder selbst entworfen.

Alle Workshop Tage waren von den Eindrücken in der Natur, den historischen Örtlichkeiten, den Tieren und Sagen, den Pflanzen und dem Wald mit Quelle inspiriert. Die Kinder waren wie in einer anderen Welt, sie blühten auf, sie spielten und waren einfach glücklich. Und sie entdeckten Schmetterlinge und Vögel, Blumen und Bäume, Geister und Feen, ohne, dass wir sie darauf hinweisen mussten. Am letzten Tag weinten einige, weil die gemeinsame Zeit zu Ende ging.

Die Ergebnisse aus den Workshops werden auf Schloss Malberg und in Daleiden/Schmetterlingstal gezeigt. Zusammen mit DanceAbility werden die einstudierten Choreographien und Tänze aufgeführt. Die entstandenen Kunstwerke werden dazu ausgestellt und in einer Abschlussausstellung in der Bibliothek der Dr.-Hanns-Simon Stiftung in Bitburg zum Abschluss präsentiert. Bis auf die letzte Ausstellung wird jede Vorstellung im Freien stattfinden. Damit erfüllen wir die Corona Auflagen.

Ein Statement für unsere Kinder -von Ingeborg Trappe-Butzbach- 09.09.2020

War der Lock down für die Kinder am Anfang eine Verlängerung von Ferien und freier Zeit zu Hause, so wandelte sich dies zunehmend in Langeweile bis hin zu depressiven Zuständen. Der Online Unterricht ersetzte nur bedingt den Präsenzunterricht, bot aber für uns die Möglichkeit, mehr TN gleichzeitig zu erreichen, um neue Spannung und Betätigungsfelder zu erleben.

Nachdem wir wieder mehr Kinder hauptsächlich während der Ferienzeit live erleben durften, mache ich mir zunehmend Sorgen um Ihre Zukunft bzw. wie damit von Seiten mancher Erwachsener umgegangen wird. Die Ängste vieler Erwachsener, - sie fühlen sich teilweise als Risikogruppe, -  lassen Kinder zu Verantwortlichen werden. Es sollte umgekehrt sein, wir als Ältere sind für die Kinder da und nicht umgekehrt.

Aber die Kinder müssen Masken tragen, sollen Abstände einhalten und sich nicht frei bewegen. Das widerspricht ihrer Natur und sorgt für Stress. Wenn sogar ein Ministerpräsident vor 10jährigen Schülern in einer Ansprache sagt, dass sie, wenn sie sich nicht an die Corona Regeln halten, dafür verantwortlich sind, wenn dann ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern an Covid-19 sterben könnten, haben wir die Welt völlig „auf den Kopf“ gestellt.

Kinder tragen dafür keine Verantwortung. Wir müssen uns schützen, falls wir es für notwendig halten. Die Kinder so zur Verantwortung zu ziehen, ist unmoralisch, pädagogisch unakzeptabel und pervertiert unsere Gesellschaft, indem Kinder die Rolle von Erwachsenen zugemutet wird und wir wie „Kinder uns aufführen und verhalten dürfen“.

Diese Beobachtung ist leider nichts Neues, Kinder werden zusehends mit „kindlichen Erwachsenen“ konfrontiert, mucken sie denn durch ihr Verhalten auf, werden sie gemaßregelt und ausgegrenzt. Wir als Gesellschaft haben die Schulpflicht eingeführt und unsere Kinder sollen diese auch so leben dürfen, dass die Schule nicht zu Zwängen führt, die Kinder nicht leben können. Wenn wir die Beschränkungen weiterhin so durchsetzen, werden wir, es ist jetzt schon kritisch, eine in der Zukunft noch größere depressive Gesellschaft hervorrufen. Diese dann jungen Erwachsenen werden nicht mehr in der Lage sein, uns als Ältere zu unterstützen. Sie sind deshalb dazu nicht in der Lage, weil man ihnen jede Kindheit nimmt, ihnen keine eigenen Spielräume zubilligt und Bewegung als Feind ansieht, anstatt zu begreifen, dass Bewegungslosigkeit bei Kindern zu verminderter Intelligenz führt. Angepasste Kinder zeigen ihren Unmut in Selbstzweifel, auffällige Kinder reagieren eben mit Unmut und aggressivem Verhalten. Beides schadet der Gesellschaft, weil sie nicht begreift, dass die Kinder jetzt Kinder sind und nicht irgendwann, wenn die sogenannten “Voraussetzungen“ für Lockerungen gegeben sind. Wann, bitte soll das sein? Auch nach Lockerungen, man beobachtet es schon jetzt, gibt es keinen Neu Anfang vom Zustand vor dem Lock down.

Man schaue sich die Kinderaugen an, sie sind glücklich bei jeder freien Entfaltungsmöglichkeit. Aber sie sind traurig beim Tragen der Maske, beim endlosen Hände waschen und desinfizieren und dem ewigen Abstand halten. Kinder brauchen den sozialen Kontakt wie  alle Menschen die Luft zum Leben. Kulturelle Bildung in diesem Zusammenhang sehe ich kritisch, wenn wir die Regeln im Detail auch dort anwenden. Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen können nur im freien Raum wachsen. Die Gefahr der Ansteckung sollte dabei eine völlig untergeordnete Rolle spielen. Unsere Kinder brauchen unsere Aufmerksamkeit, unsere liebevolle Hinwendung, ein Angenommen sein und die Erfüllung ihrer elementaren Grundbedürfnisse, damit sie wachsen können und sie zu selbstbewussten Menschen/ Erwachsenen heranreifen.                                   

 was zuvor geschah:

Seit Donnerstag, den 19. März 2020, haben wir den Schulbetrieb auf die amtliche Bekanntmachung nach dem Infektionsschutzgesetz eingestellt. Daraus ergeben sich

Fragen in Bezug auf die Erteilung des Unterrichts. Alle unsere Lehrkräfte haben sich sofort bereit erklärt, den Unterricht via What`s APP oder Skype weiter zu führen. Die Tanzstunden und die JKS-Stunden werden nachgearbeitet. Aber auch diese laufen bereits mit zusätzlichen Online Angeboten. Der Gruppenunterricht wird später durch Workshops und andere Aktivitäten ergänzt, sodass niemand einen finanziellen Schaden fürchten muss. Rufen Sie Ihre Lehrer/innen an, vereinbaren telefonische Maßnahmen, wie Sie mit Ihren Kindern zu Hause künstlerisch arbeiten können. Bitte denken Sie daran, dass Sie in der jetzigen Situation schöne künstlerische Aktivitäten zu Hause machen können und zusammen mit Ihren Kindern schöne kreative Stunden erleben dürfen. Zu der Krise an sich melde ich mich bald zurück, seien Sie alle gegrüßt und verbringen trotz Krise eine friedvolle und erfüllende Zeit, Ihre Ingeborg Trappe-Butzbach

Seit über zwei Wochen unterrichten die Lehrer auch über Zoom. So kann der Tanz- und JKS Unterricht erweitert stattfinden. Dazu verfügen wir über 2 augestattete Videoräume mit Großbildschirm, wo sich die Lehrer direkt mit ihren Schülern sehen und lernen können. Diese Angebote bieten wir allen unseren Schülern an, die dann andere Klassen und Kurse kennen lernen können, ohne dafür zusätzliche Gebühren zu zahlen.  Seit  Montag, den 04. Mai findet der Musikunterricht im Einzelunterricht und der JKS_UNterricht mit 2 Kindern pro Gruppe wieder in präsenz statt. Das Ordnungsamt der Kreisverwaltung hat die Räume und die Hygienemassnahmen geprüft und uns die Erlaubnis erteilt. Besondere Vorschriften sind zu beachten: Hygiene, Hände waschen/ eigenes Handtuch mitbringen, Mindestabstand von 2m einhalten, im Flur eine Maske tragen, die Eltern dürfen den Flur nicht betreten, der Lehrer holt seinen Schüler an der Glastür im Treppenhaus ab und bringt wieder zurück, nur einzeln die Toilette aufsuchen, keine eigenen Trinkflaschen und Essensboxen mitbringen, bei Erkrankung bitte zu Hause bleiben. Seit 16. Mai dürfen bis zu fünf Schüler gleichzeitig die JKS Schule besuchen. Ab dem 27. Mai öffnet auch die Ballett- Tanz- Jazztanz und Theaterschule. Es dürfen aber nur 5/7 TN gleichzeitig anwesend sein. Nähere Informationen  folgen. Eventuelle Gruppeneinteilungen werden von den Lehrern vorgenommen. Die nicht anwesenden TN können weiterhin online dem Unterricht folgen. So hat jeder Schüler die Möglichkeit abwechselnd online oder in präsenter Form den Unterricht wahr zu nehmen.

In den letzten Tagen erreichten uns einige wenige Anrufe oder Mails, in denen man sich über den Ausfall der Stunden beklagte. Hier meine Bitte: Wir sitzen alle im gleichen Boot, unsere Lehrer sind wie Sie und andere auf ein Einkommen angewiesen. Dass unsere Lehrer zurzeit nicht arbeiten dürfen, ist weder deren noch Ihr Verschulden. Wir haben einen Jahresvertrag mit 36/34 Jahresunterrichtseinheiten, in dem auch bei Ausfall darauf hingewiesen wird, dass von uns nicht erteilte Unterrichtseinheiten nachgegeben werden. In der jetzigen Situation ist der online Unterricht eine sinnvolle Alternative. Dieser gilt dann als erteilt.

Und hier die Ergebnisse der Konferenzen: Alle Kollegen/innen werden ihrer Unterrichtsverpflichtung nachkommen. Sollte das in vereinzelten Fällen nicht der Fall sein, werden die Gebühren anteilig zurück erstattet. Aber bitte, geben Sie den Kollegen/innen eine wirkliche Chance, den angebotenen Unterricht wahr zu nehmen. Bei der Konferenz wurde es sehr deutlich, dass sich alle bemühen, neue Ideen um zu setzen. Das online Unterrichten ist für Einige ein völlig neues Feld. Aber wir haben auch unsere „Dinosaurier“ dazu begeistern können, sich mit der neuen Materie aus einander zu setzen. Es ist wichtig, dass unsere Schüler merken, dass wir für sie da sind und mit ihnen in ihrer Isolation etwas zusammen kreativ gestalten wollen. Ein großes Lob für das Engagement des Kollegiums, so viele neue und wertvolle Ideen für die Schüler und Familien, na wenn das nicht inspiriert, weiter zu machen, eben unter anderen vielleicht am Anfang gewöhnungsbedürftigen Umständen. Unser ältester Schüler, ein Senior von 78 Jahren ist auch dabei, wenn er das schafft, dann doch die Jugend. Über die weiteren Ergebnisse werden Sie alle hier informiert, sobald wir eine Umsetzung ermöglichen können. Soviel sei vorab verraten: Es gibt, wenn möglich, total schöne Sommerwochen…

Die Maßnahmen über „Kultur macht stark“ können weiter bestehen bleiben. Unter Auflagen dürfen wir unsere Angebote jetzt auch online durchführen und damit allen Kindern und Jugendlichen weiterhin Kultur und Natur näherbringen. Dazu haben wir zwei online Studios aufgebaut, wo bis zu 100 TN gleichzeitig von unseren Künstlern erreicht werden können. Herzlichen Dank an die jungen Kollegen/innen, die uns bei der Umsetzung dabei behilflich waren. Also liebe Teilnehmer/innen, macht mit und schaut Euch gegenseitig über den Monitor zu. Das ist zwar nicht live aber eben auch nicht isoliert. Wir geben allen TN der Kurs- und Projektangebote die Möglichkeit, jetzt bei allen Aktivitäten dabei zu sein. Ihr werdet per Mail bzw. WhatsAPP Gruppe von Euren Künstlern angeschrieben und habt dann die Möglichkeit, an jedem Kurs teil zu nehmen. Damit erweitert sich für jeden das Angebot. Nutzt es!

https://youtu.be/BASCpeOCeQg  

Eindrücke: Die Kinder und Jugendlichen sind sehr konzentriert beim online Unterricht. Sie zappeln nicht, hören mir (ein Lehrer) zu und nehmen alle Anregungen von mir wahr. Ein anderer Kollege: Die Kleinen sind eifrig bei der Sache, sie kommunizieren über eine WhatsAPP Gruppe mit mir und den anderen: Voll cool, super, habe jetzt keine Zeit – bin beim Spielen aber morgen schicke ich Dir mein Bild. Entstanden sind bisher etliche, sie werden auf der Homepage veröffentlicht. Das ist super – diese Probevideos für das tägliche Training von meiner Lehrerin/ meinem Lehrer sind super, um in Form zu bleiben. N.N, ich habe keine Ahnung, was du von mir willst…dann schau dir mal das Bild von T. an, mit einem Strich hat sie das gemacht…ach so, habe da eine Idee, schicke ich dir morgen zu, habe jetzt keine Lust. Ostersonntag: Das Bild kommt, N.N. lobt seine TN für ihre Arbeit und es sind bereits über 40 Kommentare erschienen! Solch reger Austausch ist im normalen Unterricht nicht immer gegeben. Heute Morgen/Sonntag: Das ist ja viel schwerer als ich dachte (eine Mama), ein Bild mit nur einem einzigen Strich an zu fertigen. Auch über die Osterfeiertage wurde viel und intensiv gearbeitet. Alle TN der JKS erhielten in den ersten Maitagen ein Paket mit erforderlichen Malmaterialien, um zu Hause die gleichen Vorausstzungen zu haben wie live in der JKS. Viele liebe Grüße und Smilys erreichten uns. Auch die Reaktionen auf den online Tanzunterricht sind sehr positiv. Die TN sind begeistert dabei und die Eltern erleben einen Einblick in die Arbeit der Lehrer, die sonst eher verborgen bleibt. Unsere Tanzpädagogen geben alles, sie sind ja jetzt non stop im Einsatz, da sie jede Figur und Bewegung vormachen müssen. Die TN können sich einmal ausklinken, die Pädagogen nicht, herzlichen Dank für euren unermüdlichen Einsatz.

Zur Besinnung: https://youtu.be/uQDutQ4HqLY 

Ein herzliches Dankeschön möchte ich allen Eltern sagen, die sich einfach mit der Situation so wie sie eben zurzeit ist, abfinden, ihren Lehrer unterstützen und unsere Stiftung erhalten wollen. Diese Stiftung ist Ihnen und den Kindern gestiftet, sie richtet sich immer nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen und wird sich dafür einsetzen, sollte es zu finanziellen Engpässen bei Familien kommen, weiterhin diesen Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden. Bisher wurden Kinder oder Jugendliche, deren Eltern eben ärmer sind, nie ausgeschlossen und das wird so bleiben, wenn wir ALLE an einem Strang ziehen. Resilienz wird uns dabei helfen. Bleiben wir solidarisch. Danke!

Corona Krise / Aussichten 23.04.2020

 Liebe Kollegen/innen, liebe Eltern,

 heute Morgen führte ich ein längeres Gespräch mit dem Gesundheitsamt in Bitburg. Zuständig für alle Verordnungen in der Corona Krise ist das Ordnungsamt, welches von meinen Schreiben an das Gesundheitsamt und die ADD in Kenntnis gesetzt wurde.

Seien Sie alle versichert, dass wir alles unternehmen, um möglichst bald einen schrittweisen Unterricht auf persönlicher Basis wieder herzustellen. Dass wir Einschränkungen in Kauf nehmen müssen, wissen wir alle. Um diese gerade für kleine Kinder zu minimieren, habe ich einen öffentlichen Brief an das Ministerium in Mainz, an die ADD und an die Kreisverwaltung geschrieben.

Bitte verstehen Sie mich, dass ich für individuelle Probleme, die ich durchaus verstehe, nicht zuständig sein kann. Meine Aufgabe ist es, eine vernünftige Balance zwischen den Interessen der Schüler, der Lehrer und Tageseltern und den Eltern her zu stellen. Das heißt auch, dass wir versuchen, finanziellen Schaden von ALLEN so gut es geht, ab zu wenden.

Ohne unsere Lehrer und Tageseltern wird es keine sichere Zukunft für unsere Kinder, Jugendlichen und Eltern geben. So habe ich bereits in meinem Schreiben auf der Homepage darauf hingewiesen, wie wir mit eventuell versäumtem Unterricht umgehen, wie die Vertrags Lage sich darstellt und dass wir für die Sommerferien gerade für die Jüngeren Aktivitäten einplanen, die das Versäumte kompensieren.

Wir weisen allerdings darauf hin, dass der Unterricht in Online Form eine genehmigte Form darstellt. Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Dazu „keine Lust“ zu haben, kann nicht akzeptiert werden, zumal alle Kollegen/innen viele Alternativen anbieten und sich immer bemühen, für alle ihre anvertrauten Schüler da zu sein. Bitte telefonieren Sie mit den Lehrern und klären Maßnahmen ab.

Sobald ich eine Antwort vom Ordnungsamt erhalte, ob wir wirklich ab dem 06.05. mit Lockerungen rechnen dürfen und wie diese aussehen, werde ich diese auf unserer Homepage veröffentlichen: www.stiftung-beda-institut.de

 Mit den besten Grüßen an Sie alle und im Besonderen an unsere Kinder und Jugendlichen

 Ihre Ingeborg Trappe-Butzbach

 Schauen Sie einmal herein: https://youtu.be/6SzxXM2B7Mk  und

https://youtu.be/gn8a0a6louo  und

https://youtu.be/NDtYYSpriTk   und

https://youtu.be/1F-h_GaPvGY  und

https://youtu.be/yVPPTIokanQ  und

 https://youtu.be/UKMfVsa5tMQ   

Die Luft ist so langsam raus - ein Bericht für die BKJ

Wir verfügen über drei große Räume mit 90 Quadratmetern. Wenn unser Hygienekonzept genehmigt wird, dann werden wir mit fünf Kindern in einen Raum arbeiten. Andere Kinder werden per Videokonferenz in jedem Raum zu sehen sein – so ist Kommunikation möglich. Aus den Erfahrungen der Musik- und Kunstvermittlung, wo wir mit ein bis zwei Teilnehmer*innen vor Ort starten durften und die anderen digital zugeschaltet waren, wissen wir, dass die Methode funktioniert. Allerdings klinken sich die digitalen Teilnehmer*innen ab und an aus, was sich ja nicht verhindern lässt. Hier fehlt die direkte Ansprache des Kunstpädagogen. Das Fehlen des Raumes ist ein Problem. Eine Atmosphäre zu schaffen, die künstlerisches Wirken entfaltet, ist (fast) unmöglich.

Oft fehlt in den Familien die Bereitschaft, die Kinder im digitalen Austausch zu unterstützen. In der Elternarbeit führen wir deshalb viele Telefonate. Und wir sensibilisieren unsere Kooperationspartner, dass auch sie die Familien an unsere Angebote erinnern. Wir haben auch Materialien nach Hause geschickt, damit die Kinder zu Hause analog mitarbeiten können. Im Kunstunterricht sind das „Starterpakete“, im Theater- und Tanz Bereich Videos. Doch das alles ersetzt einfach nicht den direkten persönlichen Kontakt. Wir merken auch, dass „die Luft so langsam raus ist“. Die Eltern stresst es zunehmend, dass sie neben Schule und oft vielen Geschwistern digitale Aufgaben über Zoom unterstützen sollen.

Allerdings ergeben sich auch positive Rückmeldungen: Bei Kindern mit Erkrankungen oder Behinderungen erweist sich der digitale Austausch als Vorteil. Diese Kinder gelten als besonders gefährdet und es wird ihnen nahegelegt, nicht in die Schule und folglich auch nicht zu unseren analogen Angeboten zu kommen. Deshalb werden wir das Angebot über Zoom auch weiter aufrechterhalten. Der Nachteil: Sie so anzusprechen, dass sie Teil der Gemeinschaft sind, ist digital eher schwierig.

Da unser Konzept die Aspekte Garten und Natur enthält, können wir draußen Aktionen einplanen. Wie wir das genau umsetzen werden, hängt von der nächsten Corona-Bekämpfungsverordnung für Rheinland-Pfalz ab. Wie es mit unseren Sommerferienworkshops aussieht, kann ich auch noch nicht sagen, wahrscheinlich wird die Ausrichtung ähnlich sein wie oben beschrieben.

Ingeborg Trappe-Butzbach

Unsere Ferienfreizeiten haben seit Montag, den 06. Juli begonnen: Unter Berücksichtigung der vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsregelungen. Die Workshops sind bereits alle ausgebucht.

Assoziierter Partner der Universität Debrezen

Faculty of Child And Adult Education of the University of Debrezen, Dekanat Hajdúböszörmény.

Weitere Informationen finden Sie auf www.ethics-education.eu.

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