Aktuelle Informationen vom Beda-Institut:

MITEINANDER REDEN

In Workshops und Runden Tischen, Gesprächen, Essen, Gartenarbeit und kulturellen Angeboten wie Theater, Musizieren, Gestalten/Malen werden unterschiedliche Menschen mit und ohne Migration Hintergrund vom Kind bis Senior zu Gesprächen und gemeinsamen Handeln angeregt.

Im Kulturtreff „Der andere Weg“ wird selbstbestimmte und gleichermaßen gemeinschaftsbezogene Lebensgestaltung durch künstlerisch-kulturelle Betätigung und Aktivitäten, die auf einer Rückbesinnung auf demokratische Freiheitswerte zielen, erworben, welches das Verhalten und Miteinander für Menschen in einer Gemeinschaft leichter macht. Mit den erworbenen Kompetenzen über Wissen und Andersartigkeit einer angesprochenen Gruppe wird demokratische Weiterentwicklung zu mehr Kompetenz, Akzeptanz und das Miteinander umgehen gelernt. Eine gegenseitige Bereicherung steht im Vordergrund und damit die Überwindung von Grenzen und Vorurteilen.

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MITEINANDER REDEN – Prozessbegleitung: Cornelia Szyszkowitz

Wir leben Demokratie - Der andere Weg zu mehr Verständnis und Akzeptanz im neuen Inklusiven Kulturtreff              

Zeitraum : 07.07.2019 bis 22. August 2020

Das Ziel des Projektes war, Demokratisches Verhalten und ein zwangloses Miteinander ohne Vorbehalte  mit den Mitteln der kulturellen Bildung für Menschen in einer Gemeinschaft  zu vermitteln. Nur kritische und selbstbewusste Bürger können mit den Herausforderungen der Migration und Andersartigkeit von Menschen umgehen. Hier vor Ort sind Bestrebungen der Isolation und damit der Ignoranz gegenüber Fremden sehr ausgeprägt. Auf Grund der Corona Pandemie verstärken sich Isolation und Ignoranz zusätzlich. Wie gingen wir damit um? Welche Wege zeigten wir auf, trotz aller Widrigkeiten unser Ziel zu erreichen, oder jedenfalls annähernd um zu setzen?

Das Ziel einer gelungenen Annäherung wurde 2019 wie folgt erreicht:  Zusammenkünfte wie gemeinsames Essen, ins Gespräch kommen, sich kennenlernen wurde im Inklusiven Kulturtreff realisiert. Daneben fanden Begegnungen z.B. im örtlichen Hundeverein statt mit gemeinsamem Grillen und Spielen. Eine besondere Herausforderung stellte die Integration sozial – emotional beeinträchtigter Kinder und deren Familien dar.

Dazu konnten wir im Festsaal des Haus Beda in Bitburg  den Chef der Kinderklinik aus Bad Gottleuba Herrn Dr. Milan Meder zu einem Fachvortrag vor fachkundigem Publikum gewinnen. ( siehe Startseite Homepage www.stiftung-beda-institut.de ). Dieser Vortrag, moderiert von Cornelia Szyszkowitz,  diente den bereits angesprochenen Familien als Hilfestellung und der Erkenntnis, wie wichtig Zusammenhalt und Akzeptanz gegenüber beeinträchtigten Menschen und deren Familien  ist.

Das Ziel 2020, diesen Weg aus dem Jahr 2019 auch in der näheren Umgebung um zu setzen, wurde durch die Corona Krise nicht möglich. Zitat: „Ziel des Kulturtreffs ist eine selbstbestimmte und gleichermaßen gemeinschaftsbezogene Lebensgestaltung durch künstlerisch-kulturelle Betätigung und Aktivitäten, die auf einer Rückbesinnung auf demokratische Freiheitswerte zielen“. Wir mussten umdenken und andere Wege finden, die die Kommunikation und Integration für eine gelungene Einbindung vieler Interessen ermöglichte. So konnten wir nicht in geschlossenen Räumen Treffen anbieten, sondern haben uns bewusst für Open Air Veranstaltungen entschieden. Diese waren ab dem 27. Juni wieder erlaubt.

Da wir mit Musik und Tanz, also mit künstlerischer Mitteln, die Kommunikation im Konzept so geplant hatten, haben wir anstatt aus Tschechien, deren Ausreise verwehrt wurde, aus dem Nachbarland Luxemburg und Belgien Musiker und Gäste angesprochen. Das Ziel Akzeptanz zu leben, auch wenn die politische Entscheidung einer Grenzschließung kritisch gesehen wurde, zwischen Nachbarn wieder zu beleben, glich der Situation, die wir bereits 2019 vor Ort in Bitburg erlebten. Trotz der strengen Abstands- und Hygieneregeln, merkte man, dass die Veranstaltungen und die damit verbundenen Treffen im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungen auf Grund von Verständnis dem anderen und der Situation gegenüber, erfolgreich waren. Wenn man sich mit Verständnis gegenseitig begegnet, kann Akzeptanz entstehen und gelebt werden. Und dieses (fast) ungezwungene Miteinander zeigte ein frohes, fast freies Verhalten über Distanz.  So am 27. Juni  auf dem Schulhof in Daleiden mit dem Isleker Musikantenexpress als ein Treffen der besonderen Art. Eine kleine Befragung unter 200 Gästen und 127 wieder abgegebener Fragebögen beweist sehr deutlich, dass man überwiegend für eine offene Gesellschaft steht.

Die Kommunikation wurde durch die feste Platzanweisung (ein Tisch mit je 8 Leuten) möglich. Da man bedient wurde( gemeinsame Essens Zubereitungen waren untersagt), kamen Gespräche und damit Verständnis im kleinen Rahmen zusammen. Einen größeren Austausch konnten wir leider wegen der Abstandsregelungen nicht ermöglichen. An den einzelnen Tischen konnten Themen diskutiert werden, die Einbeziehung oder ein Besuch an anderen Tischen war ebenso untersagt. Trotz dieser Situation ist es gelungen, Menschen zusammen zu führen, sie für Probleme zu sensibilisieren und der Gemeinschaft trotz Corona wieder mehr Bedeutung anstatt fremdenfeindlicher Haltung zu zugestehen.

Unter Corona Bedingungen lassen sich unsere Ansprüche wirklich enger Begegnungen und den daraus erwünschten Zielen einer Akzeptanz für andere, nicht nachhaltig erzielen. Auch wenn wir mit gemeinsamen Aktionen, wie Tanzen am Tisch, mit den Armen in der Luft schunkeln, Aufmerksamkeit für das Ganze erreichten, so verlieren sich diese Eindrücke schnell, wenn man wieder nach Hause geht.

Menschen brauchen den direkten Kontakt und auf lange Sicht, wirkt Abstand wie ein Schutzwall, der dann, wenn man nicht gegensteuert, wieder in eine (neue) Isolation führt. Das erklärte Ziel unseres Projektes sehen wir aus dieser Sicht in Anfängen erreicht, aber für die Zukunft bedarf es einer Novellierung, damit das bisher Erreichte auch verstätigt werden kann.

Der Waxweiler – „Sommertreff am Alten Bahnhof“

Mit dem Hauptstadtblech aus Berlin am 22. Juli und einer Blues Swingng Dixies Band aus der Region am 29. Juli trafen sich fast 400 Einheimische aus  der Region, um gemeinsam zu feiern und sich aus zu tauschen. Dazu tanzten zwei Jazztanz Klassen mit Migrationshintergrund unserer Stiftung. Ursprünglich war das gemeinsame Tanzen mit Freunden, Gästen und Publikum vorgesehen. Auf Grund der Corona Regeln war es  untersagt, daher tanzten die Menschen unter der Animation von Andrea Crames eben an ihrem Platz. Eine Weinprobe der etwas anderen Art wurde ebenfalls geboten.

22. August 2020: „Lust auf Tanzen – eine Performance tanzbegeisterter junger Menschen“ auf dem Gelände der Alten Kaserne in Bitburg

Hier zeigten junge Leute, wie und was man auch unter Corona Bedingungen tanzen und aufführen kann. Unter der Choreographie von Andrea Crames wurde auf der Mobilen Isleker Kulturbühne eine Show geboten, die das Publikum so begeisterte, dass es etlicher Zugaben bedurfte, um nach Haus zu gehen, da  das Publikum  trotz der Abstands- und Hygienevorschriften  in das Geschehen involviert waren.

Wir hoffen, dass die ermöglichten Zusammenkünfte mit Mitteln der Kultur -  trotz Corona - einen Weg aufgezeigt haben, dass ein Miteinander mit den erworbenen Kompetenzen über Wissen und Andersartigkeit einer angesprochenen Gruppe die  demokratische Weiterentwicklung zu mehr Kompetenz und Akzeptanz ermöglicht hat. Die gegenseitige Bereicherung stand im Vordergrund und damit die Überwindung von Grenzen und Vorurteilen bzw. Ängsten.

Assoziierter Partner der Universität Debrezen

Faculty of Child And Adult Education of the University of Debrezen, Dekanat Hajdúböszörmény.

Weitere Informationen finden Sie auf www.ethics-education.eu.

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