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Ergebnisse Debrezen 2017 Romakonferenz 24. und 25. Mai.

Thema der Romakonferenz: “Challenge and/or Chance – the Integration of Romani (Gypsy) People in Europe”

In verschiedenen Vorträgen wurde bewusst auf die Situation der Roma aufmerksam gemacht. Sie lässt sich mit Einschränkungen auch auf geflüchtete Menschen übertragen.

Wer spricht für wen? Diese Frage sollten sich alle Beteiligten bei der Integration stellen. Über Menschen zu reden, deren Kultur man wenig kennt, um zu erwarten, dass sie sich diese aneignen, wird scheitern. Lebenswelten müssen erkannt und respektiert werden, bevor man mit der Integration beginnen kann. Respekt vor anderen Kulturen und Lebensweisen ist eine Voraussetzung, um Menschen zu verstehen, die man bei uns integrieren möchte. In England führte das zur Erkenntnis, dass keiner wusste, wer Roma sind, aber auch keiner wusste, was Briten sind. Es stellt sich immer wieder die Frage, ob wir über oder mit und für Roma sprechen. „Nothing about us without us“.

Das Ministerium in Budapest hat 2011 eine Maßnahme verabschiedet, die auf die Situation der Roma in Ungarn aufmerksam macht und die Situation ändern möchte: Vortrag des Ministers

9% der Bevölkerung in Ungarn sind Roma

70% davon sin arm

16% gehen einer Arbeit nach

Arme Kinder in Ungarn sind Roma Kinder,

davon leben 60% auf dem Land, 0,8% machen akademische Abschlüsse, 4,2% die Mittelschule und 80% die Grundschule ( in der Regel die Mädchen )

Daraus entwickelte die Regierung „Be it besser for the children“ ab 2005 als Roma „Integration program“. Erst ab 2011 wurde der Plan akzeptiert und ist bis 2020 in Form von Kooperationen gesichert. Der Fokus richtet sich auf die Beseitigung von Armut, auch auf alle anderen Kinder in Ungarn. Als Nebenaspekte werden die Situation der Roma Frauen, die Öffnung von Grenzen im gegenseitigen Verständnis und die Beseitigung von Diskriminierung verfolgt. Das Grundprinzip lautet exklusiv aber nicht ausschließlich. Man möchte 20% weniger Armut, Arbeitslosigkeit und Isolierung erreichen. Das erscheint zuerst wenig, ist aber eine große Herausforderung bei den bestehenden Situationen vor Ort. Man geht gezielt vor Ort und entwickelt mit Mentoring Strategien, die Situation regional zu verbessern.

Bei der Untersuchung um bilinguale Beschulung fällt auf, dass Roma Kinder nicht davon partizipieren. Sie müssen in der Regel ab der Beschulung mit einer bereits für sie fremden Fremdsprache Beschulung meistern, da ihre Muttersprache in der Regelschule nicht gesprochen wird. Prinzipiell wirkt sich bilinguale Beschulung positiv auf alle Lernergebnisse positiv aus, solange die angesprochenen Schüler über eine gemeinsame Muttersprache verfügen.

In Spanien hat man die Erfahrung gemacht, dass die gemeinsame Beschulung aller mit den Ciganos sich auf alle negativ auswirkt. Die Ciganos haben Schwierigkeiten bei den kognitiven Aufgaben, sind aber in der Musik und im Sozialverhalten hervorragend. Die Eltern der Ciganos zeigen wenig Interesse am Schulalltag und an den akademischen Prozessen. Ciganos, die lernen wollen und sich akademisch weiter bilden wollen, haben ein schlechtes Image. Mädchen fallen aus dem Raster, sie werden früh verheiratet und dadurch nicht zum Lernen angehalten. In Spanien sind die Gitanos bis heute keine anerkannte Minorität, obwohl sie aus Indien stammend unterschiedliche Herkunft aufweisen und man auf alle kein einheitliches Gesetz anwenden möchte.

In Kroatien werden sie als Cigo/ Ciganin Zigeuner angesehen, die Herumziehende Nation, die heimatlos, arbeitsscheu ist, die lügen, betteln und damit an allem schuld sind.

Bereits 1959 wurde eine Institutionalisierung einer Roma Nation gefordert, mit Flagge und ab 1993 einer Rasse mit Gesetzeslage, Nationalität und/ oder ethnischer Minderheit.

Vortrag der Professorin Anna Orsos: Im Jahr 2011 wurde in der Neuauflage in Ungarn deren Rechte exakt definiert. Rasse-Ethnische Minderheit-Nationale Identität sind Rechte, die Diskriminierung ausschließen, soziale Inklusion fordern und die eigene Nationalität sichern.

9% der Bevölkerung Ungarns sind Roma, davon sind in Südwest und Nordost bis zu 35% Roma. Da nur 2 bis 3 % eine höhere Bildung/ Studium absolvieren, ist eine Akzeptanz in der ungarischen Bevölkerung zu Toleranz und Inklusion erforderlich. „The multicultural education and forms of implementation“ dient der Erziehung der Roma, der institutionellen Erziehung und der Fragen der sozialen Einbindung. So müssen die pädagogischen Vorgehensweisen sehr weit in das alltägliche Leben übertragen werden wie durch vermitteln von Geschichtskenntnis oder Folklore usw. Das geht nicht durch die Theorie sondern vor allem in der Praxis mit interkultureller Kompetenz. Eine Studie mit ungarischen Studierenden zeigt, dass 14% aller Studierenden intolerant sind und nur 7% tolerant. Man braucht die Unterstützung von Eltern, Peers und der Gemeinschaft, um Unwissenheit und Intoleranz zu beseitigen. Da man bis heute in den Lehramtsfächern lediglich 1 bis 2 Semester Roma Kunde vermittelt, wird der Integrationsvorgang noch eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Man hat in der Zwischenzeit Beás, Romani und Gypsy ethnologie im finalen Examen zugelassen, sodass die Roma in ihrer Landessprache examinieren können. Damit fühlen sich andere arme benachteiligte Ethnien vernachlässigt. Multikulturell zu handeln ist immer noch ein Wunsch und keine gelebte Realität.

Musik und Tanz als Mittel der Eingliederung von Minoritäten in Gesellschaften.

Flamenco in Andalusien ( Carmen…)

Tanz der Roma Frauen, Männer tanzen nicht alleine, meist agieren sie in musikalisch begleitender Funktion

DanceAbility als eine neue Form der Annäherung, dazu der Vortrag von Ingeborg Trappe-Butzbach s.u.

 

Vortrag: „Tanz und Folklore als Integrationsmittel für geflüchtete Kinder und Jugendliche und Erwachsene“

unter dem besonderen Augenmerk der Inklusion für den Tanz mit geflüchteten Menschen mit der ortsansässigen Bevölkerung

Integration by dance and folklore for refugee’s children, young adults and adults

With the goal of inclusion by dancing with refugees human beings and human beings here

 

Anlass: Immer mehr Menschen befinden sich auf der Flucht, suchen ein neues Zuhause oder Obdach. Sie fliehen vor Krieg, Unruhen, unsteten Staatsverhältnissen und vor allem vor dem Hunger. Menschen, die für sich und ihre Kinder keine Zukunft sehen, fliehen. Lieber würden sie zuhause bleiben und dort ihr Leben und das ihrer Kinder meistern. Was sie auf ihrer Flucht mitnehmen, ist die Hoffnung auf Besserung ihrer derzeitigen Situation und die Hoffnung auf Rückkehr, wenn sich denn ergibt.

Occasion: More and more people are on the run, looking for a new home or shelter. They flee from war, unrest, unstable state relations, and especially from hunger. People who see no future for themselves and their children flee. They would rather stay at home and master their lives and that of their children. What they take with them on their flight is the hope of improving their present situation and the hope of return, if that is possible.

Ankommen: Nach wochenlanger Flucht erreichen diese Menschen jetzt eine Bleibe. Manche dürfen bleiben, andere werden auf verschiedene Stationen verteilt. Sie erhalten erste Kleidung, eine Schlafgelegenheit und zu Essen und zu Trinken. Als Familie dürfen sie in der Regel zusammenbleiben. Viele wurden auf der Flucht getrennt, dort beginnt die Suche nach den Angehörigen und wenn man Glück hat, auf deren Zusammenführung.

Arrive: After weeks of flight these people now reach a place. Some may stay; others are distributed to different stations. First they will get clothes, a sleeping suit and eating and drinking. As a family they are usually allowed to stay together. Many were separated during the flight, where the search for the relatives begins and if one is lucky, on their merger.

Was bleibt: Es bleiben die Erfahrungen der Flucht oft verbunden mit traumatischen Erlebnissen, die zu verarbeiten sind. Es bleibt die Sehnsucht eines Neustarts und die Hoffnung auf Rückkehr, das heißt auf verbesserte Situationen im Heimatland. Aber es bleiben auch die Erinnerungen, Erfahrungen und Kenntnisse der eigenen Kultur.

What remains: The experiences of the flight often remain connected with traumatic experiences that are to be processed. There remains the longing for a reboot and the hope of return, that means, improved situations in the home country. But the memories, experiences and knowledge of one's own culture remain.

Perspektiven: Wie kann man sein Leben in der Abhängigkeit zu seinem Gastland, besser Aufenthaltsland gestalten, ohne dabei geistig zu verkümmern. Ein Mensch, der satt ist und eine Bleibe hat, auch wenn dies vorübergehender Natur ist, braucht andere „Nahrung“. Der Geist braucht Anregungen, er muss gefordert werden, sonst besteht die Gefahr, dass sich diese freien Energien in Gewalt oder Resignation verwandeln. Beides kann nicht im Interesse des Gastlandes sein.

Prospects: How can a human being shape his life in dependence in his host country, without atrophying mentally. A person, who has to eat and has a place to stay, even if this is temporary, needs other "food". The mind needs stimuli, it must be demanded, otherwise there is the danger that these free energies will turn into violence or resignation. Both can not be in the interest of the host country.

Aufgaben des Gastlandes: Reden wir zuerst nicht von Integration. Die erfolgt später. Reden wir lieber von ankommen und begrüßen, vom sich kümmern und umsorgen. Gliedern wir die geflüchteten Menschen in eine Wohnsituation ein und lernen sie kennen. Dann erst beginnt eine erste Form der Annäherung, ein erster Versuch der Integration. Diese kann nur mit der ortsansässigen Bevölkerung einhergehen. Diese muss in den Prozess eingebunden werden.

Tasks of the host country: First, do not talk about integration. This is done later. We would rather talk of arriving and welcoming, taking care of and taking care of ourselves. Let us introduce the refugees into a residential situation and get to know them. Then a first form of approach begins a first attempt at integration. This can only be associated with the local population. These must be integrated into the process.

Der Weg: Über Kleiderspenden, Essenszubereitung und medizinische Versorgung erfolgen die ersten Berührungen. Wenn Kinder geboren werden, ist das für die meisten Frauen der Umgehung ein Freudenfest. Die Kleinen werden herumgereicht, erhalten Geschenke und sind damit sofort mitten in der Gesellschaft. Die größeren Kinder partizipieren meist als Geschwister oder Freunde und nehmen am Geschehen teil. Über die Kinder stellt sich der Kontakt auch zur übrigen Familie oder gruppe her. Die Menschen fangen an, sich außerhalb des reinen Überlebens mit einander zu beschäftigen.

The way: The first touches are given to donation, food preparation and medical care. When children are born, this is a pleasure celebration for most women of circumvention. The little ones are walked around, receive gifts and are immediately in the middle of the company. The larger children usually participate as siblings or friends and participate in the event. Through the children the contact is also established with the other families or group. People begin to deal with each other outside pure survival.

Über die Kultur: Meist geschieht die erste Berührung durch die Medien, heute durch Selfies, die nach Hause gepostet werden. Dann erzählt man über zuhause, zeigt Bilder von der Heimat und singt Lieder von dort. Gerade ältere ortsansässige Menschen singen gerne mit, auch ihre eigenen Volksweisen, die gerne imitiert werden. Sind Instrumente vorhanden, wird musiziert und gesungen und dann getanzt. Über den tanz erfolgen die ersten Berührungen wie von selbst. Der Tanz ist ein ideales Medium, um persönliche Hemmschwellen ab zu bauen. Der Tanz hier eher im Sinne der Folklore stellt eine erste Verbindung zu einer zukünftigen Integration dar. Das Vertraut machen mit Tanz- und Folkloreelementen kann ohne Sprachkenntnisse erfolgen. Tanz und Folklore bieten aber auch die Möglichkeit der sprachlichen Annäherung, da Lieder und Texte über die Musik und Handlung an die Handelnden vermittelt werden. Hierbei lernen sowohl Deutsche als auch geflüchtete Menschen über das aktive Handeln fremde Sprachkenntnisse. Daneben dient der Tanz der persönlichen Annäherung. Wer sich persönlich nicht „riechen kann“, kann mit dem anderen auch nicht tanzen. Positiv ausgedrückt, wer sich auf einen anderen Menschen einlassen kann, wird diesen auch besser verstehen lernen. Aber mit welcher Methode kann man Barrieren tänzerisch überwinden?

About culture: The first touch often happens through the media, now through selfies, which are posted home. Then you talk about at home, show pictures of the home and sing songs from there. Especially elderly people like to sing with their own folksongs who like to be imitated. If instruments are available, music is played and sung and then danced. Over the dance, the first touches take place automatically. The dance is an ideal medium to build personal inhibitions. The dance here rather in the sense of folklore represents a first connection to a future integration. Familiarity with dance and folklore elements can take place without language skills. Dance and folklore also offer the possibility of linguistic approach, as songs and texts about music and action are conveyed to the actors. In this way, both Germans and refugees learn foreign language skills through active action. In addition, the dance of the personal approach serves. If you can not "smell" yourself, you can not dance with the other. Positively speaking, anyone who can engage with another person will also learn to understand them better. How can you overcome barriers dancers?

Methodischer Ansatz: Da die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen aufeinander treffen, muss die Tanzvermittlung darauf eingehen. Wir reden nicht von einer klassischen Tanzvermittlung, in der Elemente, Figuren und Schritte genau einstudiert werden, sondern von einer Vermittlung einer Tanzvariante, die alle Menschen gleich welches Könnens Standes angesprochen werden. Diese Art der Beschulung zielt nicht so sehr auf das Erlernen herkömmlicher Tanzformen z.B. einer Klassischen Ballettschule oder Volkstanzgruppe sondern auf das Erlernen von Tanzausdrucksformen, die jeder nach seinen Fähigkeiten ausüben kann.

Methodological approach: Since the most diverse people meet with the most different requirements, the dance-organization has to deal with it. We are not talking about classical dance mediation, in which elements, figures and steps are exactly rehearsed, but by a mediation of a dance variant, which is addressed to all people, whatever level of skill. This type of training is not so much aimed at learning conventional dance forms, e.g. a classical ballet school or a group of folk dancing, but on the learning of forms of dance expressions, which everyone can exercise according to their abilities.

Voraussetzung: Jedes Tanz Mitglied muss sich erst auf sich selbst konzentrieren und dann die Bereitschaft haben, sich auf die Umgebung also auf die Mittänzer ein zu lassen. Daraus entwickelt sich mit der Zeit neue Formen des Miteinander Tanzens ohne vorgegebene Stilelemente erlernen und beherrschen zu müssen. Es setzt lediglich die Bereitschaft voraus, etwas miteinander zu unternehmen, aufeinander zu zugehen und dann gemeinsam zu Ende zu bringen. Diese Form des Miteinander Tanzens nennt man DanceAbility.

Requirement: Each dance member must first focus on himself and then have the willingness to allow himself to be involved in the surroundings. From this, new forms of dancing together develop without the need to learn and master certain styles. It merely presupposes the willingness to do something with each other, to approach one another, and then to bring it to an end. This form of dancing together is called DanceAbility.

DanceAbility: DanceAbility stammt aus Amerika und wurde von Alito Alessi konzipiert. Mit der Maßgabe, behinderte und nicht behinderte Menschen gemeinsam tanzen zu lassen, entwickelte er seine Methode. In diesem Vortrag wird nun erläutert, wie man diese Methode auch auf geflüchtete Menschen übertragen kann. Sprache, gesundheitlicher Zustand, körperliche Verfassung und Handicaps sind bei allen Teilnehmern unterschiedlich. Diese lassen sich sind nicht einfach erklären. Diese Methode der Tanzvermittlung ermöglicht eine nonverbale Chance, durch Zeigen und Aktionen zum Verständnis bei zu tragen. Es entstehen Tänze mit denen Barrieren fallen und mit der Zeit Sprache durch Tanz ermöglicht wird. Das führt zu einem Miteinander und zu einem besseren Verständnis der anderen Kulturen und eines gemeinsamen Lebens. Bei dieser Arbeit wird der Tanz mit Hilfe von DanceAbility als Mittel zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt. Niemand soll seine Identität und Kultur aufgeben. Erstrebt werden der gegenseitige Respekt, das Kennenlernen und die gemeinsame Umsetzung aller Kulturen gleich welcher Herkunft oder mit und ohne Handicap.

DanceAbility: DanceAbility is from the United States and was designed by Alito Alessi. With the proviso that he was allowed to dance handicapped and non-disabled people together, he developed his method. In this lecture we will explain how this method can also be applied to refugees. Language, health, physical condition and handicaps are different for all participants. These are not easy to explain. This method of dance mediation provides a nonverbal opportunity to contribute to understanding through showing and acting. There are dances with which barriers fall and with the time language through dance is made possible. This leads to a co-operation and a better understanding of other cultures and a common life. In this work dance is used with the help of DanceAbility as a means of mutual learning. Nobody should give up their identity and culture. The aim is to achieve mutual respect, to get to know each other and to work together with all cultures, regardless of their origin, with or without handicaps.

 

Quelle für die Umsetzung: Die Umsetzung orientiert sich an dem „DanceAbility Teacher Orientation Kurs - Handbuch für Kursteilnehmende“.

Das Handbuch wurde entwickelt und verfasst von Alito Alessi. Aus dem Englischen übersetzt von Anne Strausdat, Maja Hehlen und Anne Chérel, © 2016, Alito Alessi, Sara Zolbrod, Joint Forces Dance Company, DanceAbility International

und DanceAbility e.V. Deutschland

www.danceabiltiy.com

DanceAbility als inklusive Umsetzungsmethode für den Tanz mit geflüchteten Menschen

mit der ortsansässigen Bevölkerung

 

DanceAbility as an inclusive method for the dance with fled people with the local population

 

Ausgangspunkt: Ob man Eltern, Kinder und Jugendliche gemeinsam beschult, bleibt der Situation vor Ort belassen. Ein erster Schritt wäre die alleinige Unterrichtung der geflüchteten Menschen in einem geschützten Raum. Die unterschiedlichen Fluchterfahrungen sollten erst intern angesprochen werden, bevor man dann in einem zweiten Schritt damit in die Öffentlichkeit geht. Es bedarf eines Fingerspitzengefühls, zu welchem Zeitpunkt man dann die ortsansässige Bevölkerung zum Tanzen dazu einlädt. Eine Variante wäre ein Parallelkurs mit der einheimischen Bevölkerung, der die gleichen Lerninhalte vermittelt. Oft vermischen diese Gruppen im Laufe des Prozesses von alleine miteinander. Ab und an muss man helfend den Prozess der Annäherung unterstützen und herbeiführen. Mit einem Co-teaching lassen sich diese Prozesse am besten bewerkstelligen. In der Gruppe der geflüchteten Menschen sollten zwei Lehrende tätig sein. Das kommt dem Sprachproblem entgegen. Beide erklären pantomimisch die erforderlichen zu lernenden Schritte, und regen damit zur Nachahmung an. Die zu vermittelnden Inhalte sind in beiden Gruppen identisch. Sobald die Gruppe der Einheimischen diese Inhalte verstanden haben, können beide Gruppen gemeinsam tanzen, da Worte nicht mehr nötig sind. Allein durch die Handlungen und die Wahrnehmungen des eigenen Ichs und der Gruppe im Raum lassen die Tänze entstehen.

Starting point: Methodological Approach: Whether parents, children and adolescents together, the situation remains on site. A first step would be to inform the refugees in a protected area. The different cervical spasms should first be addressed internally, before going public in a second step. It takes a fingertip feeling, at which time the local people are invited to dance. A variant would be a parallel course with the indigenous population, which conveys the same learning contents. Often these groups mix together in the course of the process. From time to time, the process of approaching and supporting must be helped. Co-teaching is the best way to manage these processes. There should be two teachers in the group of fugitives. This is countering the language problem. Both explain pantomimic ally the necessary steps to be learned, and thus stimulate imitation. The contents to be mediated are identical in both groups. Once the group of locals understands these contents, both groups can dance together, words are no longer necessary. It is through the actions and perceptions of one's own self and the group in space that the dances arise.

verfasst im März 2017 UR bei Ingeborg Trappe-Butzbach

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